Das Antiquariat am alten Friedhof
Autor: Kai Meyer
Verlag: Knaur
Reihe: 4/5
Seitenzahl: 512 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2025
Preis: 24,00 €
Kaufen?
Inhalt:
Autor: Kai Meyer
Verlag: Knaur
Reihe: 4/5
Seitenzahl: 512 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2025
Preis: 24,00 €
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Inhalt:
Die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln
sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle
sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem
Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den „Club
Casaubon“. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust
am Abenteuer werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare,
okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt,
werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte
hineingezogen.
Fünfzehn Jahre später, 1945: Nach dem Krieg
arbeitet Felix als Bibliothekar für die Amerikaner, um Millionen von
geraubten Büchern zu katalogisieren. Seine Mission führt ihn zurück in
das zerstörte Leipzig. Die Freunde von damals sind verschollen – oder
nicht wiederzuerkennen. Und ist Eva wirklich tot? Während die Stadt
unter dem Druck der nahenden sowjetischen Besatzung steht, gerät Felix
in ein Netz aus Verrat und tödlichen Geheimnissen, das seinen Ursprung
in den finstersten Winkeln seiner Vergangenheit hat.
Text und Bildquelle: Knaur
Rezension:
Felix und seine Freunde Vadim, Julius und Eddie sind Söhne gut betuchter
Familien und stehlen seltene Bücher, um Vadims Antiquariat am Alten
Johannisfriedhof in Leipzig über Wasser zu halten.
Als Eva zu dem selbst ernannten Club Casaubon stößt, bekommen sie kurze Zeit später einen Auftrag, mit dem sie mächtige Gegner auf sich aufmerksam machen.
Fünfzehn
Jahre später ist Felix zurück in Leipzig, in der Stadt, in die er nie
zurückkehren wollte und in der Erinnerungen an jeder Ecke lauern, doch
die Geschehnisse von damals haben ihn nie losgelassen und schon bald
merkt er, dass seine Vergangenheit ihn eingeholt hat.
"Das
Antiquariat am alten Friedhof" von Kai Meyer ist der vierte Band der
Reihe um die Geheimnisse des Graphischen Viertels und wird aus den
Perspektiven von Felix Jordan und Eva Wieland erzählt.
Im
Jahr 1930 treffen sich die vierundzwanzig Jahre alten Felix Jordan,
Vadim Seewald, Julius Bittner und der zwei Jahre jüngere Eddie Wieland
regelmäßig in Vadims Antiquariat am Alten Johannisfriedhof in Leipzig.
Die vier sind seit Kindesbeinen an Freunde, auch dank ihrer Liebe zu den
Büchern und haben den Club Casaubon gegründet.
In
Vadims Antiquariat werden allerdings nicht nur die Bücher aus den Regalen
verkauft, unter dem Ladentisch verkauft Vadim auch seltene Ausgabe, die
er gemeinsam mit seinen Freunden gestohlen hat. Sie alle sind Söhne
wohlhabender Eltern, die aus Langeweile das Stehlen begannen, aber auch
um das Antiquariat über Wasser zu halten.
Die vier
könnten unterschiedlicher nicht sein. Vadim, der arrogante manipulative
Frauenheld, der zynische Julius, der zappelige und unbesonnene Eddie
und Felix, der eher ruhig und zurückhaltend ist, klug agiert.
Sie
sind Freunde, doch je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, desto öfter
stellt man sich die Frage, wie es eigentlich wirklich um ihre
Freundschaft bestellt ist.
Als Eva zu ihnen stößt,
bekommen sie kurz darauf einen großen Auftrag und das Übel nimmt seinen
Lauf, denn sie machen gefährliche Mächte auf sich aufmerksam, die über
Leichen gehen würden, um zu bekommen, was sie wollen.
Fünfzehn
Jahre später kehrt Felix gezwungenermaßen nach Leipzig zurück. In die
Stadt, die er nach den Ereignissen vor fünfzehn Jahren hinter sich
gelassen hat und in die er nie zurückkehren wollte.
Er ist nach Amerika ausgewandert und mittlerweile Bibliothekar, der für die Publication Control Branch arbeitet.
Er ist nach Deutschland geschickt worden, um eine Büchersammlung zu
sichten und zu sortieren, doch dann taucht in Leipzig ein maskierter
Mann auf, der behauptet, Hitlers Vorleser gewesen zu sein und zu wissen,
wo sich dessen private Büchersammlung befindet. Er will unbedingt mit
Felix sprechen, dem schnell klar wird, dass die Geschehnisse vor
fünfzehn Jahren noch lange nicht abgeschlossen sind.
Die
dritte Zeitebene spielt im August 1944, wo der vorletzte Lazarettzug
die deutschen Gebiete am Schwarzen Meer verlässt, doch die Reise durch
Rumänien ist gefährlich, da Deutschlands ehemaliger Verbündeter nun
Verbündeter der Sowjetunion ist.
Als
Bibliothekarin reist Eva Wieland im Lazarettzug LAZ 687, um die
Patienten auf der beschwerlichen Rückreise von der deutsch-russischen
Front in Bessarabien zurück nach Deutschland bei Laune zu halten, doch
in Wahrheit verfolgt sie ihre eigenen Pläne.
Ich
mag die Bücher um die Geheimnisse des Graphischen Viertels richtig
gerne, auch weil ich Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg sehr
spannend finde und es mag, dass Kai Meyer die Bücher in seinen
Geschichten in den Fokus rückt.
Auch hier stehen ein oder sogar zwei besondere Ausgaben im Vordergrund, die sich durch die gesamte Geschichte ziehen.
Es
hat wieder ein wenig gedauert, bis ich komplett in der Geschichte drin
war, auch weil ich mich in den Zeitebenen erst zurechtfinden musste. In der ersten Hälfte des Buches tauchen wir nur in die Geschehnisse
der Jahre 1930 und 1945 ein, in der zweiten Hälfte kam dann noch die
dritte Zeitebene hinzu. Spätestens ab der zweiten Hälfte konnte mich das
Buch aber komplett packen!
Wir lernen im Jahr 1930 die Mitglieder des Club Casaubons kennen,
begleiten sie bei Bücherdiebstählen, erfahren, wie Eva zu ihnen
gestoßen ist und wie ihre Freundschaft zu bröckeln begann. Und nach und
nach erfährt man, was damals alles schiefgelaufen ist.
Als
Felix fünfzehn Jahre später nach Leipzig zurückkehrt, kehrt er in eine
Stadt zurück, die vom Krieg schwer gezeichnet ist. Genau wie der
mysteriöse maskierte Mann, der behauptet, einer seiner früheren Freunde
zu sein und seine Geheimnisse zu teilen, wenn Felix Eva findet.
Ich
mochte dieses Mal alle Zeitebenen sehr gerne, aber die Geschichte im
Jahr 1945 war für mich am spannendsten, auch weil es hier noch eine
rätselhafte Mordserie gab, die Felix in Kontakt mit Cornelius Frey und
Johannes Uhlig bringt, alte Bekannte aus dem dritten Band. Aber das
waren nicht die einzigen bekannten Charaktere, denn es gab auch ein
Wiedersehen mit Grigori Gomorov, worüber ich mich sehr gefreut habe!
Aber
auch in diesem Band mochte ich die verschiedenen Charaktere richtig
gerne, auch weil sie wieder so unterschiedlich waren und ich fand es
spannend, sie über die Jahre zu begleiten.
Ich
mochte es auch wieder sehr, wie komplex die Geschichte war, wie Kai
Meyer die Fäden zusammengesponnen hat, aber auch, wie die einzelnen Bände der Reihe miteinander zusammenhängen! Das Graphische Viertel hat viele Geheimnisse
und ich mag es, dieses über die Jahre zu begleiten, neue Ecken zu entdecken und finde es sehr
spannend, wie detailreich Kai Meyer dieses Viertel in seiner Reihe beschreibt.
Zu schade, dass das Graphische Viertel heute nicht mehr existiert!
Auch
diesen vierten Band habe ich sehr gerne gelesen und freue mich schon
jetzt darauf, für den fünften Band ins Graphische Viertel zurückzukehren!
Fazit:
"Das
Antiquariat am alten Friedhof" von Kai Meyer ist ein spannender vierter
Band rund um die Geheimnisse des Graphischen Viertels!
Ich mochte Felix und den Club Casaubon
echt gerne, fand es spannend herauszufinden, was im Jahr 1930 mit ihnen
passiert ist und wie die Vergangenheit Felix dann im Jahr 1945 eingeholt
hat. Auch Evas Geschichte fand ich sehr spannend.
Ich
habe zwar wieder ein wenig Zeit gebraucht, bis ich komplett in der
Geschichte drin war, aber ich mochte es, wie komplex es war, wie Kai
Meyer die Fäden hat zusammenlaufen lassen!
Auch die Charaktere, sowohl
die neuen als auch die bereits bekannten mochte ich wieder sehr und dann
natürlich die Rolle, den die Bücher auch in diesem Band gespielt haben!
Ich vergebe vier Kleeblätter.
Reiheninfo:
Das Antiquariat am alten Friedhof
-?-


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