Das Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness
Originaltitel: Empire of the Vampire
Autor: Jay Kristoff
Verlag: FISCHER Tor
Reihe: 1/3
Seitenzahl: 1024 Seiten
Erscheinungsdatum: Juni 2022
Preis: 30,00 €
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Inhalt:
Originaltitel: Empire of the Vampire
Autor: Jay Kristoff
Verlag: FISCHER Tor
Reihe: 1/3
Seitenzahl: 1024 Seiten
Erscheinungsdatum: Juni 2022
Preis: 30,00 €
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Inhalt:
Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der
Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich
ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an
wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des
Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.
Als der junge Gabriel
de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San
Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die
das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und
noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird –
und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.
Text und Bildquelle: FISCHER TOR
Rezension:
Vor siebenundzwanzig
Jahren bebte der Boden und ein Schatten schob sich vor die Sonne.
Das
Tageslicht schwand und die Dunkelheit blieb.
Der
Tagestod sorgte dafür, dass die Blutsippen nun auch am Tage
umherstreifen konnten, und die Vampire bedrohten die sowieso schon von
Kälte und Hungersnöten geplagte Menschheit.
Gabriel
de León war acht Jahre alt, als der Tagestod die Welt verdunkelte, und
fünfzehn, als er herausfand, dass sein Vater ein Vampir war.
Er wird in den Silberorden von San Michon aufgenommen und ausgebildet.
Zwanzig Jahre später erzählt er die Geschichte seines aufregenden Lebens.
"Das
Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness" von Jay Kristoff ist
der erste Band der Empire of the Vampire Trilogie, der aus der
personalen Erzählperspektive des fünfunddreißig Jahre alten Gabriel de
León erzählt wird, der wiederum seine Lebensgeschichte aus der
Ich-Perspektive erzählt.
Jay
Kristoff hat einen ganz eigenen Schreibstil, den ich sehr mochte! Es
ist vulgär, es ist sarkastisch, und ich mochte den dunklen Humor! Die
Beleidigungen waren wieder sehr originell, was ich doch echt mag an
seinen Büchern!
Hier gab es nicht nur zwei Karten, sondern auch Illustrationen von den Charakteren und einiger Szenen, die immer wieder in die Geschichte eingeflossen sind und diese perfekt untermalt haben!
Die Welt, die man gemeinsam mit
Gabriel durchstreift, ist sehr düster und kalt. Seit die Sonne hinter
den Schatten verschwand, wachsen nur noch Pilze und Kartoffeln richtig
gut.
Es herrscht selbst im Frühjahr der tiefste Winter, und die vier
Blutlinien der Vampire breiten sich aus und schlachten die Menschen ab.
Manche erheben sich nach ihrem Tod, werden zu Edelblütern, andere zu
Elenden.
Der Silberorden von San Michon hat die
Aufgabe, sich den Vampiren zu stellen. Sie haben sich dem Erlöser
verschrieben, sind gläubig und ziehen ihre Kraft aus ihrem Glauben.
Die Silberwächter sind Bleichblüter, haben einen vampirischen Vater, der einige Fähigkeiten an sie weitervererbt hat.
Ihre
Wunden heilen schneller, sie sind widerstandsfähiger und haben noch
einzigartige Talente, je nach Blutlinie, der der Vater angehört.
Die
Eisenherzen vom Blut Voss haben Körper aus Stahl und können Gedanken
lesen, die Schäfer vom Blut Chastain können Tieren ihren Willen
aufzwingen. Dann gibt es die Flüsterer vom Blut Ilon, die Gefühle
manipulieren können, und die Ungezähmten vom Blute Dyvok, die noch
stärker sind als die normalen Eisblüter.
Die Welt war sehr komplex, was ich mochte und die Geschichte wurde auf zwei Zeitebenen erzählt.
Insgesamt
ist das Buch in sechs Bücher unterteilt, und Gabriel erzählt
abwechselnd, wie er als fünfzehn Jahre alter Junge zum Silberorden
gekommen ist und als Anwärter seine ersten Abenteuer erlebt hat.
Und dann, wie er mit zweiunddreißig Jahren auf eine alte Bekannte traf und sich ihrer Mission anschloss, den Tagestod zu beenden.
Er erzählt seine Geschichte als gefangener Mann, und der Historiker Jean-François vom Blut Chastain ist sein Zeuge.
Ich
mochte das Buch einerseits richtig gerne, eben weil es so komplex war,
andererseits ist es auch kein Buch, das man mal eben so weglesen kann.
Es war einfach sehr lang und zwischenzeitlich auch echt langatmig.
Ich
mochte die Geschichte des jungen Anwärters Gabriel lieber. Da hatte er noch seinen Glauben und wollte Ruhm ernten. Siebzehn Jahre später
war er gebrochen. Er war schon immer ungestüm, aber man merkt, dass das
Leben ihn hart gemacht hat und er zum Teil auch sehr gemein gegenüber
seinen Reisegefährten wurde. Was man aber auch komplett nachvollziehen
konnte. Er war zum Teil schonungslos ehrlich.
Generell ist Gabriel de León eine sehr
spannende Person! Er wurde früher als Held gefeiert, der legendäre
Schwarze Löwe des Silberordens, der viele Schlachten geschlagen hat.
Man
erfährt seine Geschichte, seine Anfänge. Wie er Teil des Ordens wurde,
warum er diesen verlassen hat. Warum er auf eine Reise gegangen ist, die
so anders verläuft als er es sich ausgemalt hat.
Er ist definitiv kein
Sympathieträger, aber immer ehrlich, und er ist mir doch ans Herz
gewachsen!
Ich mochte seinen Weg und fand es toll zu sehen, dass er
wieder etwas gefunden hat, wofür es sich zu kämpfen lohnt
Zwischenzeitlich
hatte man echt die Hoffnung aufgegeben, dass alles ein gutes Ende
nehmen kann, weil jedes Mal, wenn Licht am Ende des Tunnels schien,
wieder etwas passierte, das die Lage verschlimmert hat!
Ich konnte
echt mit Gabriel mitfiebern und ich bin auch sehr neugierig, wie es mit
ihm im zweiten Band weitergehen wird. Ich bin mir aber noch nicht ganz
sicher, ob ich weiterlesen werde, weil die Folgebände ja auch sehr
umfangreich sind. Aber da noch viele Fragen offen sind, bin ich doch
sehr gespannt, wie es weitergehen wird!
Fazit:
"Das
Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness" von Jay Kristoff ist
ein guter Auftakt der Empire of the Vampire Trilogie!
Mir persönlich war es etwas zu langatmig, aber die Geschichte war sehr komplex und einfach richtig gut erzählt!
Ich mag Jay Kristoffs Schreibstil eh sehr gerne, es wird nichts beschönigt, ist vulgär und der Humor ist genial!
Auch
Gabriel de León mochte ich sehr, eben weil er kein Sympathieträger ist.
Er hat viel durchgemacht und ich fand seinen Weg echt spannend, und ich
mochte es, dass er wieder etwas findet, wofür es sich zu kämpfen lohnt!
Ich vergebe vier Kleeblätter und bin doch gespannt wie es mit Gabriel weitergehen wird!


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