Donnerstag, 17. September 2026

[Rezension] Rites of the Starling - Devney Perry

Rites of the Starling

Originaltitel: Rites of the Starling
Autor: Devney Perry 
Verlag: Heyne
Reihe: 2/3
Seitenzahl: 672 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2026
Preis: 24,00 €

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Inhalt:
Die fünf Königreiche Calandras stehen am Abgrund. Die Wanderung hat begonnen. Bei einem ersten verheerenden Angriff der Crux wurde ich von dem Mann getrennt, dem mein Herz gehört. 
Ich bin verloren. Verängstigt. Krank vor Heimweh. Verfolgt von schrecklichen Monstern, am Rande der Erschöpfung und von einem mächtigen Priester entführt, ist das Einzige, was mich weiterkämpfen lässt, das kleine Mädchen an meiner Seite. 
Nun ist es an mir, zur Hüterin zu werden.
Eine einzige Nacht verändert unser Leben für immer. Eine Nacht des Todes. Eine Nacht der Monster. Eine Nacht der Wahrheiten. In dieser Nacht lerne ich, was es wirklich bedeutet, Angst zu haben – und was es bedeutet, stark zu sein.
Jeder sieht in mir etwas, das ich nicht bin: eine Königin, eine Spionin, ein Opfer. Doch was, wenn ich die Krone annehme? Was, wenn die Geheimisse, die ich entdecke unser Königreich retten? Was, wenn mein Opfer für den Mann, den ich liebe, die Erlösung bedeutet?
Viel zu lange habe ich die Monster gefürchtet.
Nun ist es an der Zeit, das Monster in mir freizulassen. 
Text und Bildquelle: Heyne
 
Rezension: 
Nach dem Angriff der Crux auf Ellder wurden Ransom und Odessa getrennt.
Während er seine Frau sucht, ist Odessa gemeinsam mit Evie und Bruder Dime unterwegs. 
Der Voster verrät ihr Ziel nicht, doch der Weg führt sie nicht nur durch ein Königreich.
Werden Ransom und Odessa wieder vereint werden?

"Rites of the Starling" von Devney Perry ist der zweite Band der Shields of Sparrows Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der dreiundzwanzig Jahre alten Odessa Wolfe und der sechsundzwanzig Jahre alten Caspia Starling erzählt wird. 
Zwei Kapitel durften wir zudem aus den jeweiligen Perspektiven von Ransom und Andreas lesen.

Fünf Tage sind die Geschehnisse von Ellder her, fünf Tage, in denen sich Odessa immer weiter von Ransom entfernt hat.
Während Odessa gemeinsam mit Evie und den Voster die Königreiche von Calandra durchstreift, lernen wir Caspia kennen.
Eine junge Frau, die in Nelfinex aufwuchs und den Kontinent Kenn verließ, um ihrem Ritus zu folgen, der sie nach Calandra führte.

Der erste Band endete mit einer Offenbarung, die vieles auf den Kopf gestellt hat. 
Mit dem Kennenlernen von Caspia kam schnell Licht ins Dunkel und man konnte sich früh einiges zusammenreimen und Vermutungen anstellen.

Ich muss sagen, dass mich die erste Hälfte des zweiten Bandes kaum fesseln konnte.
Mir hat die Magie und auch die Sogwirkung des ersten Bandes gefehlt. 
Odessa und Ransom waren lange voneinander getrennt, wobei man nicht wusste, wo der Hüter war und was er tat. Odessa reiste durch die Königreiche, ihre Heimat Quentis als entferntes Ziel vor Augen, doch ihre Reisebegleiter, die Voster, hatten noch andere Pläne. Man hat gefühlt kaum neue Erkenntnisse gewonnen und die Handlung geriet etwas ins Stocken. 
Caspias Perspektive wechselte sich mit der von Odessa ab und konnte mich leider bis zum Ende hin kaum fesseln. Ich wurde nicht wirklich warm mit ihr, auch ihre Liebesgeschichte ließ mich kalt. 
Ich dachte ehrlich gesagt, dass ich ihre Rolle durchschaut habe und, dass ich wüsste, welche Bedeutung sie in der Geschichte haben würde. 
Doch ich wurde überrascht!

Ich hatte schon früh das Gefühl, dass das Buch mich vielleicht überraschen würde. Der erste Band war ja richtig toll und der zweite blieb dann lange hinter meinen Erwartungen zurück. 
Dran bleiben hat sich aber definitiv gelohnt!
In der zweiten Hälfte konnte mich die Geschichte auf jeden Fall stärker fesseln, aber das Buch ließ sich immer gut lesen.
Besonders das Ende hat auch im zweiten Band wieder alles auf den Kopf gestellt!
Ich dachte, dass ich Caspias Rolle früh erkannt hätte? Weit gefehlt!
Denn die Offenbarung, wer sie ist, habe ich absolut nicht vorhergesehen und plötzlich hat alles so viel Sinn ergeben! 
Ein Stück weit auch, dass ich nicht richtig mit ihr warm wurde, weil es Aspekte gab, die sie zurückgehalten hat, die dann plötzlich wie Puzzlestücke ineinandergepasst haben, nachdem man eine einzige Information bekommen hat. 
Auch Caspias Bedeutung für Odessas Geschichte hat Sinn ergeben und was Odessa daraufhin alles erfahren hat! 
Ihr Weg und ihre Aufgabe, die vor ihr liegen, erscheinen jetzt so klar! 
Wobei so klar vielleicht auch nicht, wenn ich bedenke, wie sehr die Autorin mich in diesem Band an der Nase herumgeführt hat!
Odessa hat in diesem Band nicht viel Boden gutgemacht, aber im Endeffekt fand ich es richtig gut, wie Devney Perry Caspias Geschichte eingebunden hat. 

Das Ende hat für mich echt einiges herausgeholt, da bin ich ehrlich.  
Zu Beginn war ich doch etwas enttäuscht, vielleicht auch, weil ich den ersten Band einfach so toll fand und ich der Fortsetzung echt entgegengefiebert habe. Aber die Geschichte hat sich letztendlich toll weiterentwickelt!
Wir sehen etwas mehr von den fünf Königreichen von Calandra, erfahren mehr über die Geschichte und lernen dann mit den Starling etwas ganz Neues kennen, die ihre eigene Religion, Rituale und natürlich auch ihre eigene Geschichte haben. 
Wie gesagt, die Auflösung, wie alles zusammenpasst, fand ich wirklich großartig, und mit der letzten Seite gab es noch einen weiteren Paukenschlag. 
Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht, und freue mich riesig auf den dritten Band!

Fazit:
"Rites of the Starling" von Devney Perry ist ein durchwachsener zweiter Band, dessen letzte hundert Seiten für mich so viel wiedergutgemacht haben!
Der erste Band hat mir so gut gefallen und da konnte der zweite Band besonders am Anfang nicht wirklich mithalten. 
Ich mochte Caspias Perspektive nicht ganz so gerne, weil ich nicht mit ihr warmgeworden bin und auch dachte, dass ich ihre Rolle schon früh durchschaut habe. 
Aber hier konnte Devney Perry mich komplett überraschen und letzten Endes passt echt alles perfekt zusammen! Rückblickend fand ich die Erzählweise auch wirklich sehr gut gewählt! 
Odessa hat mir wieder gut gefallen, auch wenn sie gefühlt keine großen Fortschritte gemacht hat, aber nach diesen Enthüllungen am Ende kann ich es kaum erwarten, zu erfahren, wie es im dritten Band weitergehen wird, und hoffe, dass Devney Perry mich wieder positiv überraschen kann!
Ich vergebe vier Kleeblätter!
Vielen Dank an Heyne für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!
 
Reiheninfo:
Rites of the Starling
Seven and the Swift

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