Samstag, 13. Juni 2026

[Rezension] Everything I Ever Needed - Kim Nina Ocker

Everything I Ever Needed

Autor: Kim Nina Ocker
Verlag: Lyx
Reihe: 2/2
Seitenzahl: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2021
Preis: 12,90 €

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Inhalt:
Ava Walker sehnt sich nach einem Neustart: Nachdem sie wegen einer Herzerkrankung während ihrer Highschool-Zeit viel verpasst hat, soll auf der Preston University nun alles anders werden! Ava ist fest entschlossen, der zweiten Chance - die sie durch das Herz eines anderen Menschen, das nun in ihrer Brust schlägt, bekommen hat - gerecht zu werden. Endlich will sie selbstständig sein, Freunde finden und ein »normales« College-Leben führen. Doch dann trifft sie gleich an ihrem ersten Tag auf Dexter - und merkt schnell, dass er ihre Welt vollkommen auf den Kopf stellen kann. Denn obwohl er Ava immer wieder von sich stößt, bringt er ihr Herz doch bei jeder Begegnung dazu gefährlich schnell zu schlagen ...
Text und Bildquelle: Lyx
 
Rezension:
Für Ava sollte das College zu einem Neuanfang werden. Gesundheitsbedingt hat sie in ihrer Jugend viel Zeit im Krankenhaus verbracht, nun ist sie gesund und möchte ihr Leben genießen. 
Als sie bei der Kennenlernveranstaltung auf Dexter trifft, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen, aber er stößt sie immer wieder von sich, bringt ihr Herz gleichzeitig aber auch immer stärker aus dem Rhythmus. 
Werden die beiden zueinanderfinden?

"Everything I Ever Needed" von Kim Nina Ocker ist der zweite Band der Everything Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der neunzehn Jahre alten Ava Walker und Dexter Cohan erzählt wird. 

In Avas Brust schlägt nicht mehr ihr eigenes Herz. Sie kam mit einem Herzfehler zur Welt, wurde von Lennie und Carl adoptiert und hat vor ein paar Jahren ein Spenderherz bekommen, um zu überleben. 
Immer an ihrer Seite war auch ihr fester Freund Nathan, dem sie nun an die Preston University von Chicago folgt. Sie möchte mit diesem Schritt auch einen Neuanfang wagen, ebenso wie Dexter.
Dex hat vor sechs Jahren seine Eltern und seinen Bruder bei einem schrecklichen Autounfall verloren und flüchtete sich in die Drogen. Nun ist er clean und möchte sein Leben endlich auf die Reihe kriegen.
Schon ihre erste Begegnung sorgt für reichlich Reibung zwischen ihnen, aber da ist auch etwas, das sie immer wieder zueinander zieht. 

Ich mochte den ersten Band ganz gerne, habe mich mit dem zweiten Band aber leider echt schwergetan.
Ich fand Ava sehr anstrengend. Sie war mir teilweise zu kratzbürstig, wusste selbst nicht, was sie will.
Auch Dexters Sinneswandel waren irgendwann nervig. In einem Moment war er noch lieb zu Ava, bevor er sich wieder wie ein Idiot aufgeführt hat.

Ich mag es einfach nicht, wenn, wie hier die Protagonistin zu Beginn in einer Beziehung ist, weil es für mich fast nichts Schlimmeres als Fremdgehen gibt, und auch hier hat es mich echt genervt. 
Ich konnte einerseits verstehen, warum Ava so lange an Nathan festgehalten hat, aber sie war mir zu naiv und unentschlossen. Das Dilemma hätte deutlich eleganter geklärt werden dürfen.
Ich muss auch sagen, dass ich gerne mehr über Dexter und seine Vergangenheit erfahren hätte, auch weil er dunkle Jahre erlebt hat, die ihn geprägt haben. Insgesamt hätte es gerne noch stärker in die Tiefe gehen dürfen, sowohl was Ava als auch Dexter angeht.
Ich mochte aber das Thema der Herztransplantation, obwohl eine Wendung mir dann auch nicht ganz so gut gefallen hat, aber diese hat dann doch noch ein gutes Ende genommen. 
Was mich dann noch gestört hat, waren die vielen Fehler in dem Buch. Kleinere Logiklücken, aber Dexter wurde auch einmal Carter genannt und Ava mit Jamie angesprochen, den Protagonisten aus dem ersten Band. Muss einfach nicht sein.

Fazit:
"Everything I Ever Needed" von Kim Nina Ocker hat mich leider enttäuscht zurückgelassen. 
Ich fand Ava und Dexter beide sehr anstrengend, mochte es auch nicht, dass Ava zu Beginn in einer Beziehung war. Ihre Beziehung war ein Auf und Ab, und besonders seine Stimmungsschwankungen haben mich dann genervt, aber generell hätte ich mir gewünscht, dass die beiden nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sich besser kennengelernt hätten.
Die Handlung konnte mich kaum mitreißen, erst die letzten gut hundert Seiten fand ich etwas stärker.
Außerdem gab es immer mal wieder kleine Fehler oder Logiklücken, die mich gestört haben. 
Ich vergebe zwei Kleeblätter.  
 
Reiheninfo:
Everything I Ever Needed

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