Donnerstag, 24. Januar 2013

[Rezension] Töchter des Mondes: Cate - Jessica Spotswood

Töchter des Mondes - Cate
Originaltitel: Born Wicked
Autor: Jessica Spotswood
Verlag: Egmont Ink
Seitenzahl: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 09. August 2012
Preis: 17,99€

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Inhalt:
Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen drohen Verbannung und Tod. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht Cate nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine rätselhafte Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess? Und kann es überhaupt eine gemeinsame Zukunft für Cate und Finn geben?
Text und Bildquelle: Egmont Ink

Rezension:
In "Töchter des Mondes" tauchen wir in die Welt kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts ein, wo Hexen gefürchtet sind und die Bruderschaft Jagd auf sie macht. Umso schwieriger ist es für Cate Cahill und ihre jüngeren Schwestern Maura und Tess ihre Kräfte zu verbergen. Als ihre Mutter stirbt verspricht Cate ihr, dass sie auf ihre Schwestern aufpassen wird, doch das ist nicht allzu leicht, denn Tess und Maura sind nicht so vorsichtig mit ihrer Magie wie Cate und reagieren oft genervt wenn Cate sie ermahnt. Doch Cate hat auch andere Sorgen. Ihr siebzehnter Geburtstag steht kurz bevor und bis dahin muss sie sich zwischen Heirat oder dem Eintritt in die Schwesternschaft entscheiden, die ihr ganzes Leben Gott verschreiben. Ihr Vater engagiert eine Gouvernante, die helfen soll Cate und Maura in die Gesellschaft einzuführen und während Maura begeistert ist von Elena, weckt sie bei Cate Misstrauen. Können sie ihr vertrauen und vor allen Dingen, können sie ihre Kräfte vor ihr verbirgen?

"Töchter des Mondes" ist aus der Sicht von Cate Cahill geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat, da man so Cates Gedanken kannte und mit ihr mitfühlen konnte. Man konnte ihre Gedanken und Taten zudem sehr gut nachvollziehen.

Die Personen waren liebevoll gestaltet, aber ich hätte mir trotzdem eine wenig detailliertere Beschreibung der Schwestern gewünscht. Mir kommt es vor als hätte ich sie nur sehr oberflächlich kennengelernt. Was ich sehr schade finde, da mir beide - Tess und Maura - sehr gut gefallen haben. Ich hoffe, dass man die beiden in dem nächsten Teil noch besser kennenlernt. Am besten hat man natürlich Cate kennengelernt. Die mir sehr sympathisch war, weil ich ihre Sorgen und Gedanken wunderbar nachvollziehen konnte. Nach einiger Zeit ging sie mir dann aber doch ein wenig auf die Nerven. Ich kann zwar verstehen, dass Cate ihr Versprechen, auf Maura und Tess aufzupassen gegenüber ihrer toten Mutter einhalten möchte, doch sie richtet ihr ganzes Verhalten darauf aus und denkt kaum an sich selbst, obwohl Tess und Maura doch sehr deutlich machen, dass sie auf sich selbst aufpassen können.

Dann fand ich es ein wenig unrealistisch, dass Cate, die ihr ganzes Leben versucht hat ihre magischen Kräfte vor Außenstehenden zu verbergen, sich der erstbesten Person (ich will nicht spoilern ;)) anvertraut, die von sich behauptet eine Hexe zu sein.

Das nächste was mich ein wenig gestört hat, war sie Zeit in der die Geschichte spielt, beziehungsweise nicht direkt die Zeit sondern das Verhalten der Personen in der Zeit. Ich fand es ein wenig merkwürdig, dass Cate, die gerademal 16 Jahre alt ist und dazu noch eine Frau mir nichts dir nichts ihrem Vater widerspricht und er sich das Gefallen lässt. Vielleicht übertriebe ich ja auch, aber die Bruderschaft (welche in diesem Fall die Kirche und die Gesetzgeber darstellt) predigt, dass Frauen kein Recht haben sich weiterzubilden, eine eigene Meinung zu haben und vorallem haben sie sich dem Mann unterzuordnen. Ansonsten fand ich die Kleider der Zeit wunderbar beschrieben und auch die Bruderschaft war sehr autenthisch dargestellt. Es war wunderbar erfrischend, mal ein Buch zu lesen, dass in einer anderen Zeitform spielt.

Zum Schluss komm ich noch zu der Liebesgeschichte. Ich muss mich hier vielen anderen anschließen, die schon gesagt haben, dass der Klappentext viel zu viel vorweg nimmt. Denn es ist nicht Finn, der zuerst in Erscheinung tritt, sondern Paul, der Kindheitsfreund von Cate. Und auch hier hab ich ein wenig was zu meckern. Ich will aber auch nicht zu viel vorneweg nehmen. Paul möchte Cate heiraten, aber Cate braucht Zeit. Was ja auch okay ist, aber ich finde, dass Paul sich viel zu schnell abspeisen lässt und zum Schluss hin kaum noch auftaucht. Was ich im Bezug auf die Zeit wieder merkwürdig finde..
Aber nun gut. Die Liebesgeschichte zwischen Finn und Cate ist vielleicht ein wenig zu schnell gegangen, aber ich finde sie dennoch nachvollziehbar und sehr sehr schön.

So dann noch mein Fazit:
Mir hat das Buch trotz dem langsamen Einstieg doch sehr gut gefallen. Die Zeit in der das Buch spielt und die Personen wurden schön und detailliert beschrieben, sodass man sich gut in das Buch hineinversetzen konnte. Dennoch sehe ich hier noch ein wenig Luft nach oben und hoffe, dass die Autorin mit dem zweiten Band da weitermacht wo der erste aufhört und hoffe, dass sie das Potenzial, das diese Trilogie hat weiternutzt und nicht verkommen lässt.


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