Dienstag, 7. April 2026

[Rezension] Bonds of Hercules: Liebe das Monster in mir - Jasmine Mas

Bonds of Hercules - Liebe das Monster in mir

Originaltitel: Bonds of Hercules
Autor: Jasmine Mas
Verlag: Fischer TOR
Reihe: 2/2
Seitenzahl: 608 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2025
Preis: 25,00 €

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Inhalt:
Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren Götter der Unterwelt geben sich jede Mühe ihr zu gefallen. Doch auch Alexis attraktive Mentoren Achilles und Patro sind sich auf einmal sicher, dass sie und Alexis füreinander bestimmt sind. Es sieht so aus, als müsste zwischen den Göttern wählen - aber ist das wirklich eine gute Idee?
Den vier verliebten Göttern aus dem Weg zu gehen, ist leider keine Option. Denn als Chthonische Erbin ist es Alexis‘ Pflicht, dem mörderischen Dream Team, der Assembly of Death beizutreten und mit ihnen den Kampf gegen die Titanen aufzunehmen.
Text und Bildquelle: Fischer TOR
 
Rezension: 
Der Große Krieg mag zwar als beendet erklärt worden sein, aber der Konflikt zwischen den Olympiern und den Chthoniern ist noch genauso präsent wie in den ersten Tagen Spartas.
In der Spartan Gladiator Competition können die Chthonier ihre Macht demonstrieren, doch in Wahrheit sollen sie bloßgestellt werden.
Auch Alexis muss an den SGC teilnehmen und vor ihr liegen gefährliche Aufgaben, die sie überleben muss, während sie ihre eigenen Pläne verfolgt. 

"Bonds of Hercules - Liebe das Monster in mir" von Jasmine Mas ist der zweite Band der Villains of Lore Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Alexis Hert, des zweiunddreißig Jahre alten Augustus, des siebenundzwanzig Jahre alten Kharon, so wie dem Crimson Duo Patro und Achilles erzählt wird. Zum Ende hin, kam noch eine weitere Perspektive hinzu. 

Den ersten Band fand ich richtig gut, auch weil dieser eine unglaubliche Sogwirkung auf mich ausgeübt hat und ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.
Deshalb hatte ich mich schon sehr auf den zweiten Band gefreut, doch es dauerte lange, bis dieser mich wirklich fesseln konnte.

Zwischen dem Ende des ersten Bandes und dem Beginn des zweiten liegen gut hundert Tage. 
Alexis hat ihre Ehemänner Augusus und Kharon hinter sich gelassen und hat Zeit mit ihren leiblichen Eltern Hades und Persephone auf Kreta verbracht.
Doch nun steht die Jagd des Assembly of Death vor der Tür, deren Mitglied Alexis werden soll. 
Die chthonischen Mitglieder haben die Aufgabe, die Bedrohung durch die Titanen einzudämmen und einige Monate später steht noch die Spartan Gladiator Competition auf dem Programm, an dem die Chthonier teilnehmen müssen.
Alexis hat ihre wahre Identität herausgefunden, denn sie ist Hercules, die Tochter von Hades und Persephone und Erbin des Hauses Hades. Ihre Fähigkeiten kann sie noch nicht beherrschen, doch sie hat sich geschworen, Sparta eine Lektion zu erteilen und so stürzt sie sich in die Kämpfe.

Zu Beginn ist mir Alexis doch sehr auf die Nerven gegangen. Sie war zu passiv, teilweise auch zu wirr. Ihre Ehemänner Augustus und Kharon haben sie eingeschüchtert, sie hat ihnen auch noch nicht vergeben, dass die beiden sie in die Ehe gelockt haben. Auch ihre Mentoren Patro und Achilles werden Alexis wieder zur Seite gestellt und besonders Patro buhlt um ihre Gunst.
Die Geschichte schleppte sich etwas hin und ich bin nur schwer reingekommen. 
Generell fand ich es auch echt schade, dass so wenig aus dieser so vielversprechenden Welt gemacht wurde.
Der Fokus lag sehr stark auf dem Reverse Harem, wobei ich zu Beginn auch meine Schwierigkeiten hatte, nachzuvollziehen, warum Patro, Kharon und Augustus so besessen von Alexis waren. Sie war still, hat gestottert. Innerlich war sie doch sehr gebrochen und ihre Äußerungen waren zum Teil doch etwas entrückt. Erst im weiteren Verlauf hat sie ihre Stärke gefunden und ihre eigenen Pläne geschmiedet und umgesetzt!

Ich fand die erste Hälfte echt schwach, aber mit dem Beginn der Spartan Gladiator Competition kam endlich Spannung auf und hier begann auch Alexis' Entwicklung spannend zu werden!
Ab da konnte mich die Geschichte richtig fesseln, denn es gab nicht nur spannende Kämpfe, sondern auch die eine oder andere Antwort auf Fragen, die man sich schon lange gestellt hat. 
Aber wie gesagt, die Welt blieb blass, der Konflikt der Olympier und der Chthonier, der so viel Potenzial in sich trägt, wurde nicht weiter ausgeführt. Auch die Bedrohung durch die Titanen, die sogar noch neue Fragen aufgeworfen hat, wurde nicht groß genutzt.
Dafür stand die Verbindung von Kharon, Augustus und Alexis im Fokus. Wie aus Abneigung langsam Vertrauen und doch schnell Liebe wurde, zumindest von Alexis' Seite. Ihre Ehemänner waren doch sehr bevormundend, überbeschützend und ihr komplett verfallen. 
Ich hätte aber nicht nur Kharon und Augustus, sondern auch Patro und Achilles gerne besser kennengelernt und auch mehr über ihre Fähigkeiten erfahren. Auch hier so viel Potenzial, das leider auf der Strecke blieb.
Weil hier so viele Fragen offenbleiben, hoffe ich noch auf einen dritten Band, oder vielleicht sogar auf ein Spin-off, in dem das Crimson Duo im Fokus stehen könnte und hoffe, dass die Welt dann noch etwas runder wird.

Fazit:
"Bonds of Hercules - Liebe das Monster in mir" von Jasmine Mas lässt mich zwiegespalten zurück. 
Es hat sehr lange gedauert, bis die Geschichte mich richtig fesseln konnte, erst der Beginn der Spartan Gladiator Competition in der zweiten Hälfte des Buches hat dafür gesorgt, dass für mich wirklich Spannung in die Geschichte kam!  
Alexis macht dann auch eine tolle Entwicklung durch und ich mochte die Wendungen am Ende!
Insgesamt fand ich es aber schade, dass so viel Potenzial nicht genutzt wurde. Die Welt wurde nicht weiter ausgebaut, die Ehemänner und das Crimson Duo blieben ebenfalls blass, weil die Besessenheit um Alexis so im Fokus stand. Die Liebesgeschichte stand mir sogar zu sehr im Fokus, da hätte ich es besser gefunden, wenn die Handlung etwas spannender gewesen wäre.
Dennoch habe ich besonders die zweite Hälfte echt gerne gelesen, sodass ich sehr schwache vier Kleeblätter vergebe.
 
Reiheninfo:
Bonds of Hercules - Liebe das Monster in mir

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