Donnerstag, 17. September 2015

[Rezension] Das Juwel - Amy Ewing

Das Juwel
Originaltitel: The Jewel
Autor: Amy Ewing
Verlag: FJB
Reihe: 1/3
Seitenzahl: 448 Seiten
Erscheinungsdatum: August 2015
Preis: 16,99€

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Inhalt:
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. 
Text und Bildquelle: FJB

Rezension:
Das Juwel bedeutet Wohlstand und Schönheit, doch für Mädchen wie Violet bedeutet das Juwel Skalverei. Seit vier Jahren wird sie auf ihr Leben im Juwel vorbereitet, denn wenn sie erst dort ist, soll sie als Leihmutter für die Frau herhalten, die sie ersteigern wird...

"Das Juwel" von Amy Ewing ist der Auftaktband einer Trilogie und wird aus der Sicht von Violet erzählt.
Eigentlich hatte ich gar nicht vor "Das Juwel" zu lesen, aber durch die vielen positiven Meinungen und die tolle Blogtour wurde ich neugierig und habe meine Meinung dann doch noch geändert.

Anfangs hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen, denn den Weltentwurf von Amy Ewing fand ich richtig spannend! Die Frauen des Adels können selbst keine Kinder bekommen und brauchen deshalb so genannte Surrogate als Leihmütter. Auch Violet ist so ein Surrogat, das seit vier Jahren in einer Verwahranstalt lebt und auf die Auktion vorbereitet wird, der Tag an dem eine Frau sie ersteigern und Violet ihr neues Leben beginnen wird.
Auch Fantasyelemente gibt es in dem Buch, denn jedes Surrogate beherrscht die drei Auspizien, das bedeutet, dass sie die Form, die Farbe und das Wachstum eines Gegenstandes beeinflussen können. Doch woher diese Fähigkeiten kommen und warum diese das ausschlaggebende
Merkmal eines Surrogate sind, wurde leider nicht erklärt.

Wie gesagt, anfangs fand ich das Buch richtig interessant, aber je mehr ich gelesen habe, desto abschreckender fand ich die Skalverei unter der die Surrogate leiden mussten! Sie werden nicht wie Menschen und noch weniger als eigenständige Personen wahrgenommen und einfach nur schrecklich behandelt!
Das Buch ließ sich zwar gut lesen, aber wirklich fesseln konnte es mich nicht. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung in der ersten Hälfte des Buches einfach nur so hinplätschert, denn so richtig viel Spannendes ist nicht passiert.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen, denn diese ließ mich völlig kalt. Ash Lockwood ist zwar ein interessanter Charakter, der genau wie Violet ein Untergebener des Adels ist und genau wie sie darunter leidet, dass er sich immer verstellen muss und nicht er selbst sein kann. Als Einziger sieht er Violet als die Person, die sie ist, was für Violet natürlich ein völlig neues Gefühl ist. Ich konnte verstehen, dass Violet sich zu ihm hingezogen fühlt, aber diese Gefühle sind leider nicht bis zu mir durchgedrungen.

Zum Schluss noch etwas zu Violet, denn sie fand ich als Protagonistin eigentlich ganz in Ordnung, klar hat sie manchmal naive Entscheidungen getroffen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch die Leben anderer in Gefahr gebracht haben, aber das konnte ich ihr verzeihen, weil sie in eine Welt voller Intrigen geworfen wurde, in der sie völlig auf sich selbst gestellt ist. Gut gefallen hat mir allerdings, dass Violet die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht aufgibt, auch wenn die Lage noch völlig aussichtslos ist. Auf ihre Entwicklung bin ich sehr gespannt!

Fazit:
"Das Juwel" ist ein Buch, an dem ich sehr viel auszusetzen habe. Einerseits hat mir der Weltentwurf von Amy Ewing zwar gut gefallen, aber andererseits fand ich es sehr schwer über die Sklaverei zu lesen, die in der Welt von Violet an der Tagesordnung ist. Die Liebesgeschichte konnte mich absolut nicht packen und so richtig gefesselt hat mich das Buch auch nicht.
Dann war da aber noch das Ende, das mich wieder richtig neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht hat, deshalb gitb es noch drei Kleeblätter gibt es für einen durchwachsenden Auftakt.

Reiheninfo:
Das Juwel - Die Gabe
Das Juwel - Die Weiße Rose
Das Juwel - Der Schwarze Schlüssel

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