Dienstag, 3. Juni 2014

[Rezension] Tödliche Liebe - Nora Roberts

Tödliche Liebe
Originaltitel: Private Scandals
Autor: Nora Roberts
Verlag: Diana
Reihe: 1/1
Seitenzahl: 720 Seiten
Erscheiungsdatum: Januar 2014
Preis: 9,99€

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Inhalt:
Deanna Reynolds ist am Ziel ihrer Träume. Sie moderiert eine erfolgreiche Talkshow und hat eine erfüllte Beziehung mit dem gut aussehenden Finn Riley. Auch die Schikanen ihrer Erzrivalin und die bedrohlichen Liebesbriefe eines besessenen Fans können ihr Glück nicht trüben. Viel zu spät erkennt Deanna, was ihr Verlobter Finn schon die ganze Zeit geahnt hat: Sie schwebt in tödlicher Gefahr. Doch wird Finn sie retten können?
Text und Bildquelle: Diana

Rezension:
Die Reporterin Deanna Reynolds lebt für ihren Beruf und kann es kaum glauben, dass die Talkshow Legende Angela Perkins sie unter ihre Fittiche nimmt und sie so von ihr lernen kann. Doch Angela hat nicht nur gutes mit Deanna im Sinn. Auch die anonymen Liebesbriefe, die Deanna von einem Fan erhält, scheinen mit der Zeit immer bedrohlicher zu werden. Schwebt Deanna in Gefahr?

Die Geschichte wird größtenteils aus drei verschiedenen Sichten erzählt, obwohl auch mal kleinere Nebencharaktere zu Wort kommen dürfen. Die erste Sicht ist die von Deanna Reynolds. Sie hat das Image des Mädchens von nebenan weg und plant ihr ganzes Leben mit Hilfe von Listen, was sie zu einem gut organisierten Menschen macht, aber leider auch ein wenig pedantisch.

Dann dürfen noch Finn Riley, in den sich Deanna im Laufe der Handlung immer mehr verliebt und ihre Erzfeindin, die Talkshow Legende Angela Perkins ihre Sicht der Dinge beisteuern. Die Figur der Angela fand ich nocht recht interessant. Sie ist ein kühler, sehr berechnender Mensch, der es gewohnt ist alles zu bekommen, was er möchte. Doch wenn es mal nicht nach Plan läuft, neigte sie zu Wutanfällen und Selbstzweifeln. Finn dagegen war der Standard Held. Gutaussehend, Deanna vergötternd und humorvoll. Doch eben nicht wirklich etwas besonderes.

Die Geschichte beginnt im Jahre 1994, als Deanna sich mit Angela Perkins treffen möchte, diese jedoch ermordet vorfindet. Nach diesen doch erschreckenden Anfang, springt die Geschichte zurück ins Jahr 1990 und beginnt die Hintergründe zu erzählen - sehr ausführlich. Und das ist mein größtes Problem gewesen. Nora Roberts erzählt auf 720 Seiten die Geschichte von Deanna, Finn und Angela über einen Zeitraum von fast vier Jahren. Häufig werden Geschehnisse angesprochen, die ich interessant fand und die dann einfach nicht weitergeführt wurden. Andere Sachen, die ich eher unwichtig fand, wurden dagegen sehr ausführlich weitererzählt.. Es gab viele Längen in diesem Buch, was nicht wirklich dazu beigetragen hat, dass man es gerne weitergelesen hat.

Trotzdem ließ sich die Geschichte gut lesen, weil Nora Roberts gekonnt Krimielemente in ihre Geschichte eingebunden hat. Es war spannend zu lesen wie Deanna von der kleinen Nachrichtenreporterin zu einer großen Talkshow-Masterin herangereift ist. Außerdem weiß man natürlich von Anfang an, dass Angela sterben wird und man möchte natürlich wissen, wie es dazu kam. Außerdem erhält Deanna von einem anonymen Fan Liebesbriefe, die im Laufe der Zeit immer bedrohlicher werden. Alles Elemente, die Spannung versprechen. Wäre da nicht diese unnötig lange Geschichte dazwischen.

Auch die Liebesgeschichte hat mehr versprochen, als sie halten konnte. Wie oben schon erwähnt, fand ich Finn ein wenig zu stereotyp mäßig. Und auch Deanna mit ihren Listen und Plänen, mochte ich zwar ganz gerne, aber ich habe sie oft nicht verstehen können, eben weil sie so durchgeplant war. Wenn etwas nicht in ihr Leben passt, dann wehrt sich die Gute dagegen. Natürlich hat auch sie eine schlimme Vergangenheit, über die sie dann doch ach so schnell hinweggekommen ist, dass ich mich wirklich gefragt habe, warum dieses Element in das Buch hineingeschrieben wurde.

Fazit:
"Tödliche Liebe" fand ich eher tödlich langweilig.Mit zweihundert Seiten weniger hätte es mir vielleicht ganz gut gefallen, aber so waren viele, viele Längen in dem Buch, was mir den Lesespaß echt zerstört hat.
Schade, denn die Geschichte war recht vielversprechend und die Krimielemente fand ich auch ganz gelungen. So vergebe ich gute zwei Kleeblätter an "Tödliche Liebe".


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