Donnerstag, 3. Oktober 2013

[Rezension] Wen der Rabe ruft - Maggie Stiefvater

Wen der Rabe ruft
Originaltitel:  The Raven Boys
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Reihe: 1/4
Seitenzahl: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2013
Preis: 18,95€

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Inhalt:
Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.
Text und Bildquelle: script5

Rezension:
Schon als sie klein war, lebte Blue mit der Prophezeiung, dass sie ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten kann.
Als sie nun mit sechszehn am Vorabend des Markustages die Geister derjenigen begrüßt, die im Laufe des nächsten Jahres sterben werden, passiert auf einmal etwas mit dem Blue nie gerechnet hätte: Sie sieht den Geist von einem Jungen. Da Blue bislang Geister weder sehen noch hören konnte, stehen nun zwei Erklärungen im Raum: Entweder ist der Junge - Gansey - ihre wahre Liebe, oder Blue seine Mörderin...

In "Wen der Rabe ruft" trifft man auf viele, sehr unterschiedliche Charaktere. Da wäre zum einen Blue Sargent, deren gesamte Familie übersinnliche Fähigkeiten hat. Nur Blue hat keine größeren Fähigkeiten abbekommen. Seit ihrer frühsten Kindheit wurde ihr prophezeit, dass sie ihre wahre Liebe mit nur einem Kuss töten kann. Als sie nun auf dem Friedhof den Geist von Gansey sieht und ihm wenig später auch in Haut und Knochen antrifft, weiß sie nicht wie sie mit der Situation umgehen soll, denn immerhin besteht die Möglichkeit, dass er ihre wahre Liebe ist.

Gansey und seine Freunde Adam, Ronan und Noah besuchen die Aglionby Academy, eine reine Jungenschule, die sich nur die Mitglieder der wohlhabenderen Gesellschaft leisten können. Doch trotz dieser einen Gemeinsamkeit sind die Jungs alle grundverschieden. Gansey ist klar der Anführer der Raven Boys, denn er hält die Jungs zusammen und sorgt für Ruhe. Wenn man Gansey als Ruhepol bezeichnen kann, dann ist Ronan deutlich der Unruhestifter, der durch seine schwierigen Familienverhältnisse oft zu Gewalt neigt und knapp vor einem Schulverweis steht. Adam ist ein besonders interessanter Charakter, denn er hat sich den Besuch der Aglionby hart erarbeitet und kann sich auf keinem großen Familienvermögen ausruhen.
Dadurch, dass die Jungs so unterschiedlich sind, war es sehr unterhaltsam und auch spannend ihre Gruppendynamik zu verfolgen. Man konnte aus verschiedenen Sichten lesen und die Charaktere somit besser kennenlernen. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass ich ein wenig mehr von Blue erfahren hätte, denn ich fand sie besonders sympathisch und hätte sie gerne noch besser kennengelernt.

Schon seit Jahren ist Gansey auf der Suche nach der Ley-Linie, die spirituelle Orte auf der ganzen Welt verbindet. Auf dieser Linie soll sich das Grab des schlafenden Glendower befinden, einem walisischen König, der im Mittelalter gelebt haben soll.
Besonders am Anfang wusste ich nicht wohin die Geschichte führen soll. Zum einen verstand ich nicht, warum Gansey überhaupt auf der Suche dannach ist und wie diese mit Blue Sargent zusammenhängt. Doch je mehr ich gelesen habe, desto klarer wurde es und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Maggie Stiefvater konnte mich mit ihre einzigartigen Schreibstil wieder einmal fesseln und auch der Inhalt der Geschichte mit ihrem magischen Touch konnte mich begeistern. Jedoch blieben mir einfach zu viele Fragen offen.

Fazit:
"Wen der Rabe ruft" ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Auftakt. Der Leser wurde langsam in das Geschehen eingeführt und viele der gestellten Fragen blieben unbeantwortet.
Trotzdem konnte mich das Buch mit seinen faszinierenden Charakteren und seiner Idee von sich überzeugen und ich bin schon ganz gespannt auf das zweite Buch, in dem der Leser hoffentlich ein paar Antworten finden kann.


Reiheninfo:
Wen der Rabe ruft
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Kommentare:

  1. Leider ist das immer so ein wenig blöd, wenn so viele Fragen offen bleiben, andererseits ist es ja eine Reihe und so wird man irgendwie gezwungen die nächsten Bände zu lesen.:D
    Hoffentlich können dich die anderen Bände noch ein wenig mehr begeistern.:)

    Liebe Grüße
    Lynn

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    1. Es ist ja irgendwo auch spannend, wenn so viele Fragen offen bleiben und nicht alle schon beantwortet werden. Abier hier ist es mir besonders aufgefallen, weil man wirklich nicht viel erfahren hat!
      Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Folgebände, denn der erste Band hat mir bis auf die offenen Fragen doch sehr gut gefallen! :)

      Liebe Grüße
      Chianti

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  2. Ich muss zugeben ich habe jetzt nur dein Fazit gelesen weil ich mich nicht in irgendeiner Art spoilern will :D
    Offen bleibende Fragen bei einem Serienauftakt finde ich völlig okay :) Dann bleibt noch viel Raum diese zu klären und trotzdem neue Fragen aufzugeben :D
    Außerdem hat man dann viel Raum zum spekulieren! Ich selbst bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf das Buch :3

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    1. Bei Büchern, die ich auch noch lesen möchte, lese ich meist auch nur das Fazit der Rezension ;)
      Ich finde es auch absolut okay, wenn nicht alle Fragen beantwortet werden, aber bei "Wen der Rabe ruft" hatte ich echt den Eindruck, dass kaum eine wichtige Frage beantwortet wurde ;)
      Ich bin auf jeden Fall auf deine Meinung gespannt! :)

      Liebe Grüße
      Chianti

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  3. Eine tolle Rezension, aber ich bin mir immer noch nicht sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist. Ich habe schon bei einigen gelesen, dass der Schreibstil der Autorin wirklich gut sein soll, aber ich weiß nicht, ob es dann doch zu Fantasie-lastig ist. Dieses Genre lese ich eher selten und High Fantasy eher kaum. Hingegen finde ich es in Ordnung wenn einige Fragen offen gelassen werden und der Leser Zeit hat, die Charaktere und die Handlung kennenzulernen. In "Julia für immer" war für mich die Handlung in zu rascher Abfolge, die Charaktere konnten sich kaum entwickeln - zumindest war das mein persönlicher Eindruck.
    Fazit ^^ Vielleicht schaue ich mir "Wen der Rabe ruft" doch noch an.

    Liebe Grüße,
    Patricia

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    1. Dankeschön! Also ich fand nicht, dass es zu fantasylastig war, sondern eine gute Mischung. Ich hab auch überhaupt kein Problem damit, dass Fragen offen gelassen werden, das kam vielleicht falsch rüber. Es ist mir nur aufgefallen, dass ich nachdem ich das Buch beendet hatte nicht viel schlauer war, als ich noch mitten im Buch gesteckt hatte. Hier hat man die Charaktere wirklich gut kennengelernt und die Charaktere sind mir auch schnell sympathisch geworden, weil es so ein bunter Haufen war :D
      Mach das! Wenn du es liest, dann bin ich sehr gespannt auf deine Meinung! ;)

      Liebe Grüße
      Chianti

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